Taucherkrankheiten
Barotrauma
Wenn die Hohlräume unseres Körpers wie das Mittelohr und die Nasennebenhöhlen (Stirnhöhle, die Kieferhöhlen, die Siebbeinzellen und die Keilbeilhöhle) verstopft sind, kann dies dazu führen, dass ein Druckausgleich nicht mehr erfolgt. Es kommt zum Barotrauma, Wunden die durch phys. Druckunter- schiede impliziert werden. Ebenfalls kann sich ein Barotrauma auch am Magen, an Zähnen oder den Augen ereignen.
Ein tauchtypisches Barotrauma entsteht, wenn ein Druckausgleich nicht erfolgen kann, weil gasgefüllte Körperhohlräume beim Ab- bzw. Auftauchen verschlossen sind. Insbesondere geschieht, wenn Schwellungen der Nasen-Rachen-Schleimhäute und in der Eustachischen Röhre den Gasfluss in und aus den Höhlen
verhindern, wie es häufig beim Tauchen mit Schnupfen oder Nebenhöhlenentzündungen der Fall ist.
Symptome
An den Ohren: Bleibt der
Druckausgleich aus, kann das Trommelfell reißen und
Wasser eindringen. Der Verlust des Gleichgewichtssinnes kann
den Verlust der Orientierung weitere Folgen nach sich ziehen.
An den Augen: Bei Schwimmbrillen
oder Taucherbrillen mit mehreren Gläsern (an den Seiten
u. unten) stellt sich der Druckausgleich ohnehin meist nur
mit Übung ein. Bleibt er aus, so können Adern in
den Augen platzen oder weitere Augenschäden entstehen.
Therapie
Soforthilfe lässt sich kaum vornehmen. I.d.R. bleibt
nur der Weg zur ärztlichen Hilfe.
Prophylaxe
Erfolgt der Druckausgleich trotz Vasalvamanöver (Versuch des Ausatmens durch die Nase bei
gleichzeitigem Geschlossenhaltens des Mundes und der Nase) nicht, Abtauchen nicht erzwingen und Tauchgang abbrechen.
Bei starren Brillen mit wenig dehnbarem Volumen für Ausgleich mittels Liften u. anschließendem Ausblasen der Maske sorgen, ggf. Absetzen (Orientierung! Buddy anzeigen!).
Bei Zähnen wird ein Barotrauma über unerwünschte Hohlräume unter Füllungen o. ä. verursacht. Zahnarzt aufsuchen.
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