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Haftungsausschluss:

Die folgenden Texte erheben keinen Anspruch auf einen vollkommen korrekten Inhalt aus medizinischer Sicht. Eine Gewährleistung bei bei der Anwendung der beschriebenen Therapien oder deren Folgen lässt sich daher nicht ableiten. Der Text soll lediglich Begriffsdefinitionen zur Thematik tauchtypischer Erkrankungen veranschlaulichen. Der Text basiert auf Auskünften herangezogener Ärzte und Literatur. Eine Haftung gegenüber der CREATiVA Finanzmakler GmbH ist ausgeschlossen. Beachten Sie unseren Haftungsausschluss.

 

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Taucherkrankheiten

-- Cassionkrankheit --

Jeder Taucher wurde einmal in seiner Grundausbildung mit dem Boyle Mariott'schen Gesetz konfrontiert:

Boyle-Mariott'sches Gesetz

Unsere Atemluft besteht zu 78% aus Stickstoff (N), 22% Sauerstoff (O2) und zu 1% aus restlichen Gasen. Alle Gase werden im Blut und Gewebe gelöst. Während der Sauerstoff vom Körper ver- braucht wird, verbleibt der Stickstoff dagegen im Gewebe und Blut. Je tiefer man taucht, um so mehr Stickstoff wird aufgrund der Kompression mit jedem weiteren Atemzug gelöst. In Abhängigkeit von der Temperatur und Druck kann das Blut oder Gewebe eine ganz bestimmte Menge Stickstoff aufnehmen. Die maximal aufnehmbare Menge wird als Sättigungsmenge bezeichnet. Die Sättigung ist aber erst nach einer bestimmten Aufenthaltsdauer in der entsprechenden Wassertiefe erreicht. Der gelöste Stickstoff muss über das Ausatmen wieder abgegeben werden, damit das Abatmen des Stickstoffs ohne Schäden erfolgt, sind bestimmte Auftauchzeiten einzuhalten. Diese kann man anhand von Dekotabellen oder Tauchcomputern ermitteln.

Bei Missachtung dieser Dekompressionszeiten und zu schnellem Auftauchen perlt der Stickstoff (gleich dem Öffnen einer Sprudelflasche) aus und führt im Blut und dem Gewebe zu Stickstoffbläschen (Caissonkrankheit), welche kleine Blutgefäße oder Gewebeteile verstopfen.

Symptome/ Diagnose

Die ersten Symptome der Caissonkrankheit treten innerhalb von Minuten manchmal aber auch erst nach 36 Stunden auf. Zwischen Taucherflöhen (Hautjucken) und Tod können viele Symptome eintreten:

Alle Symptome können sich auch ohne Behandlung vollständig oder teilweise zurückbilden. Sie können aber auch chronisch werden.

Therapie

Rekompression mittels Dekompressionskammern, welche oftmals in der Nähe von Tauchzentren zu erreichen sind, aber je ausgefallener der Divespot liegt, desto umständlicher ist jene rettende Kammer zu erreichen. Die Behandlung sollte wenige Stunden nach dem Eintreten beginnen.

Dem Taucharzt auf jeden Fall die Daten des Tauchcomputers übermitteln.

Ferner sollte man meinen, dass der Betreiber einer Überdruckkammer mit der Behandlung von Deko(Tauch)-unfällen vertraut sein sollte, bedauerlicherweise ist dem oft nicht so. Vielmehr werden diese Kammern zur Behandlung auch viel häufiger auftretender Volksleiden eingesetzt. In Deutschland geht man mit dem GTÜM-Siegel sicher (>>weiteres zur Problematik HBOT finden Sie hier).

Prophylaxe

Die meisten Tauchunfälle gehen auf die zu geringe Aufnahme von Getränken (non-alc.) zurück. Vernünftiges Schlaf-, Ess- und Trinkverhalten vor den Tauchgängen, wenig Alkohol (sowieso nie vor dem Tauchen Alkohol konsumieren und Restalkohol bei early-morningdives berücksichtigen), möglichst keine Medikamente verwenden und vor allem, striktes Einhalten der vorgeschriebenen Auftauchzeiten bzw. Dekompressionszeiten gehören zum professionellen Verhalten eines Tauchers.

Eine ordentliche Tauchgangplanung: Besser langsames Austauchen statt des Sicherheits- oder Dekostops!

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© www.tauchversicherung.com, 28.02.2006