Taucherkrankheiten
Grouper
Grouper - auch Erschöpfungszustände genannt - werden
hauptsächlich verursacht durch:
Erhöhte Kraftanstrengung, aufgrund der Bewegung unter
Druck; die Erhöhung des Atemwiderstandes (es befinden
sich aufgrund der Kompression - siehe
Boyle Mariott - ein vielfaches an Luftmolekülen bei
der Einatmung in der Atemluft (natürlich auch aufgrund
des Atemwiderstandes des Atemreglers). Beim Ausatmen wird
zusammen mit der trockenen Luft aus der Flasche im Körper
Wasser zu Wasserdampf gewandelt; der Körper gibt seine
Wärmeenergie an das Wasser ab (trotz Neopren u. teilweise
warmen Wassertemperaturen kühlt der Körper auch
bei häufigen Tauchgängen aus); Tauchen und Schwimmen
gegen Strömung und Wellen lässt ebenfalls Energien
schwinden, dies alles lässt den Taucher u.U. relativ
zügig in einen Erschöpfungszustand gelangen. Wird
der Grouper mit einer Überanstrengung verwechselt und
der Tauchgang dann nicht vorzeitig abgebrochen, kann es schnell
zur Sehnot kommen.
Symptome
Zittern
Konzentrationsschwäche
Sehstörungen
Unruhe
Kollaps
Therapie
Bei Auftreten unter Wasser Tauchgang unter Einhaltung der
Sicherheitsstops und Aufstiegszeiten abbrechen. An Land oder
auf dem Boot Ausruhen und dem Körper Wärme und Energie
durch warme Getränke, Decken und wenn möglich durch
Traubenzucker zuführen. Erholt sich der Betroffene -
wie häufig beobachtet - nicht (oder auch bei schweren
Erschöpfungszuständen), Arzt hinzuziehen und ggf.
ins Krankenhaus einweisen.
Prophylaxe
Fühlt man sich bereits vor dem Tauchgang nicht wohl
oder hat ein ungutes Gefühl, sollte man nicht tauchen!
Das hat man meist auch schon einmal von professionellen TL
oder Guides gehört. Ebenso werden Erschöpfungszustände
durch zu geringe Konditionierung oder durch Alkoholkonsum
am Vortag herbeigeführter Unfitness begünstigt.
Ein vernünftige Selbsteinschätzung der eigenen körperlichen
Verfassung und der taucherischen Fähigkeiten kann zusammen
mit einer ordentlichen Tauchgangsplanung meistens Schlimmeres
verhüten. Passen Sie Ihr Schlaf-, Ess- und Trinkverhalten
den Tauchgängen entsprechend an.
Vor dem Tauchgang ausreichend Wasser trinken, möglichst
keine Medikamente einnehmen, auf richtige Wärmeisolation
(Neoprenwahl) achten, keine übermäßigen Anstrengungen
unternehmen, bei ersten vorbezeichneten Anzeichen und Unwohlsein
unter Wasser vorzeitig mit Begleiter vorschriftsmäßig
auftauchen.
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