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Haftungsausschluss:

Die folgenden Texte erheben keinen Anspruch auf einen vollkommen korrekten Inhalt aus medizinischer Sicht. Eine Gewährleistung bei bei der Anwendung der beschriebenen Therapien oder deren Folgen lässt sich daher nicht ableiten. Der Text soll lediglich Begriffsdefinitionen zur Thematik tauchtypischer Erkrankungen veranschlaulichen. Der Text basiert auf Auskünften herangezogener Ärzte und Literatur. Eine Haftung gegenüber der CREATiVA Finanzmakler GmbH ist ausgeschlossen. Beachten Sie unseren Haftungsausschluss.

 

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Taucherkrankheiten

-- Giftige Meerestiere / Vergiftungen --

Trotz entsprechender Vorsicht kann es dennoch passieren, dass man sich als Gast in der ungewohnten Welt unfreiwillig Verletzungen zuzieht.

Man unterscheidet primäre (giftige Stacheln oder Schlangenbisse) und sekundäre Verletzungen und Infektionen. Meersbewohner setzen ihr Gift sowohl zur Verteidigung als auch zum Beutefang ein, prinzipiell wird in aktive Giftübertragung (Injektion, Biss) und passive (z.B. Ausscheiden oder Fischvergiftungen durch Essen) unterschieden. Überwiegend handelt es sich um aus verschiedenen Giften zusammengesetzten Cocktails.

Der Verlauf einer Vergiftung hängt von der Cocktailmischung - so konnten bei Vergiftungen durch die gleiche Tierart unterschiedliche Verläufe registriert werden - und von der dosierten oder injizierten Menge ab. Ereignet sich ein Schlangenbiss kurz nachdem das Tier gerade sein Gift zum Beutefang eingesetzt hat, so kann nur eine relativ geringe Menge in den Körper gelangen.

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Schwämme

Schwämme verfügen zwar über keinen speziellen Giftapparat, aber auf ihrer Oberfläche siedeln Kiesel- und Kalkalgen, die bei Berührung Hautreizungen hervorrufen, die oft mehrere Tage anhalten können.

Therapie: Stellen mit viel Wasser ausspülen, zurückgebliebene Stacheln mit Pinzette oder Klebeband entfernen.

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Nesseltiere

Nesseltiere (wie Quallen, Anemonen oder Blumentiere) übertragen Ihr Gift durch Kapseln. Die meisten der 8000 Arten sind für den Menschen ungefährlich und erzeugen keine oder nur geringfügige Reizerscheinungen. Das Gift der >>Portugiesischen Galeere kann allerdings einen Menschen töten.

Die gemäßigten Nesselvergiftungen verursachen Rötungen, Schmerzen, Schwellungen und allergische Reaktionen.

Therapie: Auf der Haut sichtbare Kapseln vorsichtig mit Pinzette entfernen, Stellen mit Sand bedecken und die Kapseln leicht abreiben, zum Spülen nur Meerwasser benutzen. Auf keinen Fall mit Alkohol oder Süßwasser reinigen, denn hierdurch können die restlichen Kapseln geöffnet werden! Salben (Fenistil, Kortison) reduzieren nicht immer die Reize.

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Portugiesische Galeere

Bei Vergiftungen durch die portugiesische Galeere können zu Übelkeit, Erbrechen bis hin zu starken Störungen des Bewusstseins und des Herzkreislaufsystems führen.

Therapie: Nach der Bergung sofort Lebensfunktionen testen und ggf. Wiederbelebung einleiten, Nesselkapseln mit Essig entfernen und unmittelbar die betroffene Person in ärztliche Behandlung übergeben.

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Skorpionfische

Die bekanntesten Vertreter der Art wie Drachenköpfe, Rotfeuerfische und Steinfische setzen Ihre Giftstacheln zur Verteidigung ein.

Skorpionfische   Skorpionfische
Steinfische

Symptome: Die Vergiftungserscheinungen reichen von gering bis lebensbedrohlich und äußern sich durch Schwellungen und Schmerzen an den betroffenen Stellen der Übertragung, Übelkeit, Schweißausbrüche, Blässe, allergische Reaktionen wie Kreislaufstillstand (Steinfisch).

Therapie: Bei leichten Verletzungen (Drachenkopf) reicht meist ein Schmerzmittel bei lebensbedrohlichen Vergiftungen durch Steinfische muss i. d. R. ein Gegengift durch einen Arzt verabreicht werden.

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Kegelschnecken 

Kegelschneckenverfügen über hochgiftige Pfeile, die durch Berührungen Vergiftungen verursachen.

Symptome: Bei Menschen kann der Kontakt mit diesen Pfeilen nach wenigen Minuten Taubheitsgefühle in der betreffenden Region ggf. Lähmungen auslösen. Unter die bekannten Lähmungserscheinungen fallen Sprachschwierigkeiten, Schluckbeschwerden, Atemlähmungen und Bewusstlosigkeit.

Therapie: Es gibt noch kein spezielles Heilmittel gegen dieses spezielle Gift. Die betroffene Person muss unmittelbar in ärztliche Behandlung/ Klinik überführt werden; bei Atemstillstand sofort Beatmung vornehmen.

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Schlangenbisse

Schlangenbisse sind äußerst selten und gehen meist nur auf provozierendes Verhalten zurück. Bei Bissen besteht sofern ein Gegenmittel nicht sofort zur Hand ist, nur dann eine Chance zur Rettung, wenn das Tier gerade ein Großteil seines Giftes zum Beutefang eingesetzt hat oder eine schwach durchblutete und durch Hornhut geschützte Stelle betroffen ist. Unterwasserschlangen übertreffen ihre Landkollegen um ein vielfaches in Sachen Gift.

Therapie: Sofort ins Krankenhaus, Gegenserum; genaue Tierbezeichnung nennen!

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Allgemeine Checkliste bei Vergiftungen

Prophylaxe ist für jeden Taucher selbstverständlich: Schutzkleidung (Neopren) tragen, nichts anfassen, kein Tier provozieren, auf passive Provokation wie Verletzen von Revieren (Drückerfische, Haie) achten und vermeiden.

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© www.tauchversicherung.com, 28.02.2006