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Tierschutz

Wale

Im Schutz der Wale sehen viele eine Synonym für die Rettung unserer Erde, aber es wird weiterhin unaufhörlich der Bestand dieser Riesen, an dessen Gutmütigkeit (im Gegensatz zu Haien) kaum einer zweifelt, bedrohlich verringert. Viele Wale sind aufgrund der Einleitung von Schadstoffen, sei es durch Havarien oder durch (von Ölgesellschaften in Kauf genommenes) Austreten von Erdöl an Pipelines und Bohrlöchern, bereits unfruchtbar. Somit können viele noch lebende Tiere nicht mehr zur Regeneration der Bestände beitragen.

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Die IWC (Internationale Walfangkommission) hat die Aufgabe, die auf ein bedrohliches Maß geschrumpften Restbestände vor der Ausrottung schützen. Doch das Morden geht weiter:

Unter Missachtung erlassener Verordnungen der IWC hält sich Norwegen (offiziell als einzige Fangnation) nicht an das weltweite Walfangverbot und hat seit 1993 wieder mit der kommerziellen Waljagd auf Minkewale begonnen.
Norwegens Walfänger haben in den letzten 60 Jahren über 100.000 Minkewale im Nordostatlantik getötet. Zur Rechtfertigung des Mordens stellt Norwegen den Fang auf eine wissenschaftlich ermittelte Fangquote ab. Es zeigte sich jedoch, dass die Ermittlung der zugrundegelegten Bestandszahlen falsch war. Norwegen hat für 1999 wieder offiziell 753 Tiere zum Fang freigegeben. Ein Anstieg auf rd. 2000 Exemplare wird angestrebt.
Japan geht noch impertinenter mit der Ignorierung erlassener IWC-Beschlüsse um: Zur Rechtfertigung unüberschaubar hoher Fangraten wird das Morden im Namen und zu Forschungszwecken vorgenommen. Die zu Forschungszwecken, für deren Existenz es keine Grundlage gibt, getöteten Tiere findet man z. B. auf dem Fischmarkt in Tokio.

Neben der Jagd auf vorwiegend kleine Wale und Delphine macht die asiatische Nation seit August 2000 wieder Jagd seit auf Pottwale und Brydewale im Polarmeer. Natürlich unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Studien. Weil die Japaner über die Eigenart verfügen, Ihre Forschungsobjekte zu essen, wird hierfür eine neue schwimmende Fang- und Verarbeitungsfabrik eingesetzt; die Flotte lief im Oktober 2000 erstmalig zur Jagd auf Pottwale in die Antarktis aus.

Die Bestände dieser Tiere haben sich bislang noch nicht von der intensiven Bejagung vergangener Jahrhunderte erholt.

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© www.tauchversicherung.com, 28.02.2006